Schlüsselblume

Aus Neuer Yogawille
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"Die Schlüsselblume hat ein lebendiges, erbauendes Wesen. Sie steht mit den Nebennieren in Verbindung und wirkt auf die Region des Sonnengeflechtes, jene aktive Stoffwechselregion, erbauend und stärkend. Die Schlüsselblume ist eine ausgesprochen stärkende, stabilisierende und den Aufbau fördernde Pflanze. Sie gedeiht im Frühjahr und nimmt die Frühjahrs Wirkung durch ihre Blüte ganz in sich hinein. Ihre intensive gelbe Farbe, die der Bergschlüsselblume, dem echten Primula eigen ist, verrät eine Zugehörigkeit zum Willenspol im Bauchraum. Die Schlüsselblume ist deshalb ein Heilmittel bei geschwächten Willens- und Körperkonditionen. Sie wirkt anregend und stärkend auf den Bereich des Sonnengeflechtes, und das ist der typische Willenspol des Menschen, der sich im verborgenen Stoffwechselleben der Organe äußert. Die Schlüsselblume darf dem Planeten Venus zugeordnet werden. (...) Die Naturheilkunde geht heute mehr von der stofflichen Grundlage des entsprechenden Heilmittels aus und untersucht die Droge nach den Inhaltsstoffen. Die Schlüsselblume besitzt Saponine, Harze und ein Glykosid. Durch das Glykosid wirkt sie sehr spezifisch auf das Herz, vor allem auch auf entsprechende Schwächezustände des Herzens im Alter. Das eigentliche Heilmittel wird aber durch diese eher analytische Methode weniger erschaut, und der innere Sinn kann nicht in der Tiefe und Verborgenheit eine rechte Benennung erhalten. Die Stoffe, die im Heilmittel auffindbar sind, sind immer ein Ausdruck für ein übersinnliches, größeres, wesenhaftes Geschehen. Sie sind aber nicht immer in dem rechten Verhältnis und in der tatsächlichen Substantialität nachweisbar. Das sehen wir am Beispiel der Schlüsselblume. Die Schlüsselblume besitzt einen ausgesprochenen Frühjahrscharakter und sie besitzt vor allem einen sehr stoffwechselzentrierenden Aufbaucharakter. Die anabolische, zentrierte Aufbauleistung ist das Wesentlichste, was die Schlüsselblume für den Menschen geben kann. Es ist vor allem 'die innere und äußere Stabilisierung, die sie schenkt. Sie ist die Blume, die ein geschwächtes Leben wieder mehr im Rückgrat aufrichten kann. Diese Unterstützung der Aufrichtekraft erfolgt aber mehr aus der Leistung der Nebennieren und aus den sich daraus aktivierenden Stoffwechselaufbauvorgängen. Diese Eigenschaften können durch die Analyse aus der Schlüsselblume nicht genau erschaut werden. Aus diesem Grunde entfremdet sich die Naturheilkunde wohl immer mehr aus ihrem eigentlichen metaphysischen Schauen und nimmt somit den Lauf von einer mehr feinstofflichen und lichtvollen Therapierichtung zu einer mehr analytisch-wissenschaftlichen Methode." [1]

Quellen

  1. Heinz Grill, Erklärung, Prophylaxe und Therapie der Krebskrankheit, Lammers-Koll-Verlag, Niefern, S. 99